07.08.2001

PREISSPIRALE

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Gewaltige Preissenkung bei Chips steht bevor

Intel wird voraussichtlich die Preise für seinen Pentium-4-Chip Ende August um 54 Prozent senken.

Mit dieser Meldung greift das "Wall Street Journal" [WSJ] an der Wall Street kursierende Gerüchte über einen kurz bevorstehenden Preiskampf der großen Chiphersteller Intel und Advanced Micro Devices [AMD] auf, die am Montag bereits bei beiden Rivalen zu Kursverlusten geführt hatten.

Grund ist dem Artikel zufolge die niedrige Nachfrage nach PCs.

AMD wird auf Preissenkung reagieren

Diese Situation habe entsprechende Auswirkungen auf die Chiphersteller, berichtet die Wirtschaftszeitung. Analysten erwarten nun dem WSJ zufolge einen Preiskampf. "AMD erlaubt Intel kaum, zu atmen", beschreibt Chip-Spezialist Dan Niles von Lehman Brothers die Situation.

Er erwartet, dass AMD mit Sicherheit mit einer noch drastischeren Preissenkung auf die erwartete Aktion von Intel reagieren wird. Denn AMD habe in den vergangenen Quartalen auf Kosten von Intel erhebliche Marktanteile hinzugewonnen, meint Niles.

Intel schweigt

Intel selbst wollte sich zu den kursierenden Gerüchten nicht äußern, schreibt das WSJ. Jedoch hätte Paul Otellini, Executive Vice President des Chipherstellers, im vergangenen Monat im Verlauf einer Telefonkonferenz angekündigt, dass die Produktion von Pentium-4-Chips erheblich gesteigert werde.

Er habe damals gesagt, dass derartige Komponenten bald in PCs eingebaut würden, die lediglich 799 USD kosten, berichtet die Zeitung. Das sei als deutlicher Indikator für eine bevorstehende drastische Preissenkung zu werten.