06.08.2001

BABYLON

Asien holt im Netz auf

In der Region Asien-Pazifik wird es nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner Dataquest schon bald mehr Internet-Nutzer geben als in den USA.

Im Jahr 2003 seien in der Region einschließlich Japans 183,3 Millionen Internet-Nutzer zu erwarten, verglichen mit 162,8 Millionen Nutzern in den USA, heißt es in der am Montag in Singapur veröffentlichten Studie.

"Die Region hat weltweit noch die niedrigsten Internet-Zugangsraten. Auf Grund des Wettbewerbs und in einigen Fällen durch staatliche Vorgaben werden aber die Preise zukünftig sinken", sagte Andrew Chetham, Analyst bei Gartner Dataquest.

In Westeuropa soll die Zahl der Internet-Nutzer im Jahr 2003 der Studie zufolge bei 162,2 Millionen liegen.

China kommt

Gemessen am Umsatz aus der Internet-Nutzung werden die USA nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens jedoch mindestens fünf weitere Jahre vor Asien liegen.

Bis zum Jahr 2005 wird das Internet-Marktzugangsvolumen in Asien etwa 17,2 Milliarden Dollar betragen. Die USA blieben dagegen mit 21,2 Milliarden Dollar zunächst weiterhin der größte Internet-Markt.

Zudem wird erwartet, dass auf Grund der niedrigen Kosten bei gleichen Umsätzen die chinesischen Internet-Provider weltweit zu den größten Anbietern mit den höchsten Gewinnen zählen werden, teilte Chetham weiter mit.