Versuch einer Gesundbetung
Die UMTS-Lizenzen werden nach Ansicht des Ex-Präsidenten des deutschen Telekom-Regulators, Klaus-Dieter Scheurle, nicht zu einem Milliardengrab. "Der große Optimismus von vor einem Jahr über den Erfolg von UMTS ist nach wie vor am Platze", sagte Scheurle.
Unter seiner Regie fand im August 2000 die spektakuläre Milliarden-Auktion um die deutschen UMTS-Lizenzen statt.
Verdammter Erfolg
Nach einem fast dreiwöchigen Bietergefecht hatten sechs
Unternehmen für rund 51 Milliarden Euro [704 Mrd. ATS] eine Lizenz
ersteigert. Scheurle: "Angesichts der Milliarden-Ausgaben für
Lizenzen und Netzausbau sind die Betreiber aber dazu verdammt,
Erfolg zu haben."
Auktion endet mit "wirtschaftlichem Wahnsinn"Als die Aktien kränkelten
In der europäischen Telekom-Branche hatte sich nach der deutschen Auktion große Ernüchterung breit gemacht.
Die Kosten von über 200 Mrd. DM in Europa trieben die Schuldenlast der Unternehmen nach oben. Gleichzeitig stürzten die Aktienkurse der Mobilfunkbetreiber weiter in den Keller.
Nicht wenige Experten bezweifeln, dass sich die Investitionen in UMTS für alle Bieter jemals rechnen werden.
