UMTS-Start in den USA nicht vor 2007
Einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zufolge werden in den USA Mobiltelefonnetze der dritten Generation erst nach dem Jahr 2007 in Betrieb gehen.
Als Gründe werden die schlechte Finanzlage der Netzbetreiber und ¿ausrüster, Probleme bei der Frequenzvergabe, Schwierigkeiten beim Netzaufbau sowie die ungewisse Verfügbarkeit von Endgeräten genannt.
Statt UMTS setzen die US-Mobilfunkanbieter lieber auf den US-spezifischen CDMA-Standard für die mobile Datenübertragung.
"U.S. Next Generation Mobile Networks Markets"
F&S schätzt in seiner Studie "U.S. Next Generation Mobile
Networks Markets" die Gesamtumsätze mit Ausrüstungen für
Mobilfunknetze der dritten Generation in den USA auf 13,25 Mrd.
Dollar. 43 Prozent davon fließen in die Aufrüstung zum
multimediafähigen CDMA2000-Netz, knapp 57 Prozent in den Aufbau von
WCDMA-Netzen, den weltweiten Standard, der hinter UMTS steht. Bis
zum Jahr 2007 sollen die Umsätze auf ein Niveau von 2,73 Mrd. Dollar
schrumpfen.
Frost & SullivanKeinerlei Profitabilität
Die Marktforscher sehen in den milliardenschweren Investitionen für eine flächendeckende Versorgung einen wesentlichen Bremsklotz für eine rasche Entwicklung.
Um an die Aufträge zu kommen, haben Infrastrukturanbieter wie Lucent, Nortel oder Motorola den Netzbetreibern Finanzierungen gewährt, die bis zu 150 Prozent der Kosten des gesamten Netzes betragen. Dieses Modell ist laut Studie allerdings nicht mehr durchzuhalten, da die erwarteten Einnahmen keinerlei Profitabilität versprechen.
Militärische und kommerzielle Nutzung geht vor zivile
Als problematisch beurteilt F&S auch die Vergabe von
Funkfrequenzen durch die Federal Communications Commission [FCC]. In
Ballungsräumen wie Los Angeles und New York seien schon heute die
Funkkapazitäten knapp, weil sie in erster Linie an TV-Sender oder an
das US-Verteidigungsministerium vergeben wurden. Schließlich bereite
der Branche die Frage Kopfzerbrechen, wann die Telefone der dritten
Mobilgeneration verfügbar sein werden.
FCC Wireless Telecommunications Bureau
