03.08.2001

M2A

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Pille schickt Bilder aus dem Magen

Eine Pille mit eingebauter Videokamera zur Untersuchung des Magendarmtrakts haben US-Behörden zugelassen.

Ganze 2,5 Zentimeter groß, ist die Pille leicht zu schlucken. Sie erlaubt der Kamera auf dem Weg durch den Verdauungstrakt farbgetreue Nahaufnahmen zu machen.

Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA habe die neue "High-Tech-Pille" aus Israel freigegeben, bestätigte ein FDA-Sprecher in Bethesda [US-Staat Maryland].

Neuer Patient, neue Kapsel

Bei der Endoskopie wird eine Sonde mit der Kamera an der Spitze durch Nase oder Hals des Patienten in die Speiseröhre, weiter in den Magen und schließlich in den Darm geführt. Mit diesem Verfahren gelingt es häufig nicht, den rund sieben Meter langen Dünndarm bis zum Ende zu untersuchen.

Dagegen führt die "M2A Schluckbare Aufnahme-Kapsel" die Videokamera auf ihrem Weg zum natürlichen Ausgang durch alle Darmwindungen. Die eingekapselte Kamera wird nach acht bis höchstens 72 Stunden wieder ausgeschieden und kann dann in einer anderen Kapsel erneut zum Einsatz kommen.

Patient kann sich frei bewegen

Während dieser "Untersuchung" muss sich der Patient nicht in der Praxis oder Klinik aufhalten, sondern kann seinen normalen Tagesaufgaben nachgehen.

Kamera funkt an Empfänger

Derweil überträgt die Kamera alle Bilder aus dem Inneren per Sender an einen Empfänger, den der Patient an seinem Handgelenk trägt. Dieser Empfänger wird später beim Arzt abgeliefert, der sich die Aufnahmen dann auf seinen Computer lädt.

Die Kamera des israelischen Unternehmens "Given Imaging Ltd." aus Jokneam bei Haifa wurde von einem israelisch-englischen Team um den Raketentechniker Gadi Iddam entwickelt. Das Gerät werde allerdings die klassische Endoskopie und Colonoskopie nicht vollständig ersetzen können, meint das Unternehmen.