Massenentlassungen bei tele.ring
tele.ring, seit Anfang Mai eine 100-prozentige Tochter des US-Unternehmens Western Wireless International, wird ein Siebentel seiner Belegschaft, genau 95 der rund 720 Vollzeitarbeitskräfte, abbauen.
Das erklärte das Unternehmen am Montag in einem Rundschreiben an seine Mitarbeiter.
Beim Arbeitsmarktservice [AMS] hat der vierte Mobilfunkbetreiber Österreichs allein in Wien bereits 150 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet.
Mannesmann war im Mai 1998 bei tele.ring eingestiegen. Im Dezember 2000 hatte Mannesmann/Vodafone nach dem Ausstieg der ÖBB, des Verbunds und der Citykom die 100-prozentige Kontrolle über tele.ring übernommen. Anfang Mai hatte Mannesmann/Vodafone tele.ring dann an den US-Konzern Western Wireless verkauft.
tele.ring geht an Western WirelessFür den Profit
"Um die Profitabilität unseres Unternehmens zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit von tele.ring auf dem österreichischen Markt weiter zu verbessern, müssen wir alle vorhandenen Einsparungspotenziale ausschöpfen", heißt es in dem Schreiben.
Dieser Schritt ist demnach "notwendig und unumgänglich" und er geht mit "einem weiteren Abbau der Berater bis zum Jahresende" sowie "Einsparungen in weiteren Bereichen, z.B. bei Akquisitionskosten für Neukunden, beim Werbebudget und bei Investitionen" einher.
Schwerpunktmäßig soll es im administrativen und im Technikbereich zu Kostenreduktionen kommen. Weitgehend "verschont" werden soll hingegen der Bereich Kundenbetreuung. Für die Kunden soll sich daher durch die Einsparungsmaßnahmen nichts ändern, versichert tele.ring.
