lion.cc wird "fortgeführt"
Aus heutiger Sicht stehen die Zeichen für die Internet-Aktivitäten der insolventen Libro AG [lion.cc] auf "Überleben".
Die Telekom Austria [TA], die ursprünglich jegliche Bereitschaft zu einem finanziellen Sanierungsbeitrag ausgeschlossen habe, werde - so die heutigen Angaben - "eine Fortführung von lion.cc mitfinanzieren", verlautete aus informierten Kreisen.
Nachnutzung statt Übernahme der Gesellschaft
Die Telekom dürfte sich hier stärker engagieren als bisher
angenommen, es gehe dabei allerdings um eine Nachnutzung und
Übernahme von Assets [Know-how, Personal etc.], nicht um eine
Übernahme der Gesellschaft selbst.
Countdown für lion.cc"Kein Interesse an Konkurs"
Neben der TA wurde weiterhin auch die zum Metro-Konzern gehörende Primus Online für eine solche Nachnutzerlösung genannt.
"Niemand ist an einem Konkurs interessiert, das bedeutet nur Vermögensvernichtung und Verluste für alle", hieß es.
Insofern würden "alle" konstruktive Beiträge für eine Auffanglösung ohne Insolvenz leisten müssen: Also auch Libro [die heutige lion-Mehrheitseigentümerin], die deutsche WAZ-Gruppe ["wird sich eine Pleite in Österreich rein optisch nicht leisten wollen"] und Banken.
Libro-Gläubigerbanken hinter lion.cc
Auch die Libro-Gläubigerbanken wären bereit, eine
lion-Fortführung zu finanzieren, wurde heute bekräftigt. Vor Tagen
war davon die Rede, dass die Banken lion Altlasten abnehmen könnten.
lion brauchte zur Fortführung unmittelbar "weniger als 100 Mio.
ATS", hieß es heute.
lion.cc zwischen Konkurs und Verkauf
