30.07.2001

WAS NUN

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Telecom Italia mit unsicherer Zukunft

Die Telecom Italia steht nach dem Machtwechsel an der Spitze vor einem drastischen Umbau.

Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera stellte nach italienischen Medienberichten heute eine Fusion von Telecom Italia und deren - hochverschuldeter - Mutter Olivetti in Aussicht.

Zugleich sind zusätzliche Investitionen in die Technologie geplant. Alle nichtstrategischen Tätigkeitsfelder sollen in den kommenden 18 Monaten verkauft werden.

Staat zieht sich zurück

Unterdessen hat der italienische Finanzminister Giulio Tremonti die Abtretung der vom Schatzministerium gehaltenen Anteile [3,46 Prozent] bei der Telecom Italia in Aussicht gestellt.

Alte Fehden

Die Deutsche Telekom lehnte unterdessen eine Stellungnahme ab. Der Ex- Monopolist wollte vor gut zwei Jahren selbst die Telecom Italia übernehmen. Doch der italienische Olivetti-Konzern durchkreuzte damals die Pläne der Bonner.

Allianz-Gerüchte

Nach Einschätzung des Telekom-Analysten der Privatbank Sal. Oppenheim, Frank Rothauge, könnte es schon in zwei bis drei Jahren zu einer Zusammenarbeit zwischen der Telecom Italia Mobile [TIM] und der Telekom-Tochter T-Mobile kommen.

Beide würden sich exzellent ergänzen und bestehende Lücken in ihren Netzen schließen. Kai-Uwe Ricke, im Telekom-Vorstand für das Mobilfunkgeschäft verantwortlich, hat in der immer wieder auf die Logik eines solchen Zusammengehens hingewiesen.

Mit einem Engagement in Italien, Frankreich und Spanien könne die Telekom weiße Flecken auf der Landkarte schließen und den Marktführer Vodafone herausfordern.