Abkehr vom Renditeziel 15 Prozent gefordert
Die Belegschaftsaktionäre des Münchener Technologiekonzerns Siemens AG haben eine Abkehr von den bisherigen Renditezielen gefordert.
Angesichts der zu erwartenden geringeren Wachstumsraten in der Computer- und Telekom-Branche sei eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent in der Netzwerk-Sparte und anderen Bereich "nicht dauerhaft erreichbar", teilte der Verein "Unsere Aktien" am Sonntag mit, in dem sich rund 100 Belegschaftsaktionäre zusammengeschlossen haben.
Siemens hatte am Donnerstag einen operativen Verlust im dritten Quartal 2000/01 gemeldet und rechnet nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr [zum 30.9.] mit einem sinkenden Gewinn.
Chronik der Entlassungen im IT-BusinessUmbau mit "ruhiger Hand"
Die Mitarbeiter kritisieren auch den geplanten Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen: Eine derart drastische Personalreduzierung wäre bei vorausschauender Planung vermeidbar gewesen, Siemens sei aber einer "Wachstumseuphorie" verfallen.
Nun dürfe der Konzern nicht überreagieren, fordert "Unsere Aktien". Der notwendige Umbau müsse mit "ruhiger Hand" betrieben werden.
