Wenn Roboter Elfmeter schießen
Dr. Martin Riedmiller will mit seinem sechsköpfigen Team "Karlsruhe Brainstormers" hoch hinaus.
Zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern will er Anfang August die Weltmeisterschaft im Roboter-Fußball in Seattle an der US-Westküste gewinnen.
Wenn Maschinen aus Fehlern lernen
Riedmiller arbeitet dafür an Computer-Programmen, die es
Maschinen ermöglichen sollen, aus Fehlern zu lernen und sich so
selbstständig auf neue Aufgaben einzustellen.
Die Karlsruhe BrainstormersKomplexe Aufgaben ausgeschlossen
"Derzeit muss man jede Bewegung eines Roboters programmieren. Was man ihm nicht sagt, das macht er auch nicht", erklärt der 35-Jährige.
"Wir sagen unseren virtuellen Spielern also: Ihr könnt euch drehen, dribbeln, Flanken schießen und euch freilaufen. Und nach dem Spielzug sagen wir ihnen, ob ihre Mannschaft ein Tor geschossen hat", erklärt der Software-Spezialist.
Komplexe Aufgaben, bei denen sich ständig neue Situationen ergeben, scheiden damit aus. "Schließlich ist es unmöglich, dem Roboter für jede denkbare Situation ein Verhalten vorzugeben."
Noch einige hundert Stunden trainieren
In Seattle wollen sie sich unter den 80 erwarteten Mannschaften
oben in der Tabelle platzieren. "Bis dahin werden wir unsere Spieler
noch einige hundert Stunden über den Platz jagen", sagt Cheftrainer
Riedmiller.
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