Red-stars.com vor dem Aus
Die Zukunft des im März 2000 gegründeten Wiener Osteuropa-Investors red-stars.com hängt an einem seidenen Faden.
Die red-stars.com-Aktionäre werden bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag über die Fortführung über eine Kapitalerhöhung oder die Liquidation des Unternehmens entscheiden.
Investmentbank zahlt 5 Millionen Euro
Die europäische Investmentbank EBRD habe ihre im Oktober 2000
gegebene Zusage, 5 Mill. Euro [68,8 Mill. ATS] in die red-stars.com
zu investieren, nicht eingehalten, betonte red-stars.com-Eigner
Thomas Streimelweger, der 62 Prozent an der red-stars.com hält.
red-stars.comGerüchte um Siemens-Absage
Gerüchteweise soll auch die Siemens AG Österreich, die 25 Prozent und 1 Aktie an red-stars.com hält, den Geldhahn zugedreht haben.
"Dazu sagen wir nichts", hieß es bei Siemens Österreich auf APA-Anfrage.
Derzeit prüfe man die verschiedenen Optionen, wie die red-stars.com weitergeführt werden könnte, sagte Streimelweger.
Turnaround geschafft, Liquidation in Arbeit
Eine Liquidation des Investors, bei der alles verkauft und das
Geld unter den Aktionären verteilt würde, wäre "schade", zumal die
red-stars.com seit März/April 2001 in allen Geschäftsteilen den
Turnaround geschafft habe.
Neue Regeln für den Neuen Markt
