Geringer Gewinn für Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom AG hat nach Einschätzung von Analysten im zweiten Quartal infolge eines Beteiligungsverkaufs einen geringen Nettogewinn erwirtschaftet, auf operativer Basis aber Verluste geschrieben.
Analysten prognostizierten vor der für Dienstag erwarteten Bekanntgabe der Quartalszahlen einen Konzernüberschuss in Höhe von durchschnittlich 27 Millionen Euro. Darin ist der Verkaufserlös der zehnprozentigen Beteiligung an dem US-Telekomanbieter Sprint in Höhe von rund einer Milliarde Euro enthalten.
Im ersten Quartal hatte der Konzern im Rahmen der erstmaligen Berichterstattung nach den vier Konzernsparten einen Verlust in Höhe von 358 Millionen Euro ausgewiesen.
Deutsche TelekomT-Mobile geht es besser
Einig waren sich die Analysten auch darin, dass die Deutsche Telekom die selbstgesteckten Ziele einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses erreichen wird. BHF-Bank-Analyst Werner Stäblein sagte mit Blick auf die Geschäftsergebnisse von Konkurrenten, vor allem im Mobilfunk habe sich das Umfeld verbessert.
T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke hatte bereits signalisiert, dass das Quartalsergebnis im Hinblick auf die Kundengewinnungskosten und die Ebitda-Entwicklung "sehr erfolgreich" sei.
Deutsche Telekom will weltgrößter DSL-Anbieter werden
Es ist zudem damit zu rechnen, dass die Telekom Zahlen zur Vermarktung ihrer schnellen DSL-Anschlüsse veröffentlichen wird. Nachdem das Unternehmen mehrere Monate lang einen Auftragsberg vor sich herschob, haben sich die Installationszeiten für DSL nach Telekom-Angaben mittlerweile normalisiert. Die Telekom will mit 2,6 Millionen bis zum Jahresende verkauften DSL-Anschlüsse weltgrößter Branchenanbieter werden.
