Bangemann bleibt bei spanischer Telefonica
Der frühere deutsche EU-Kommissar Martin Bangemann wird Presseberichten zufolge nun doch beim spanischen Telekom-Konzern Telefonica bleiben.
Wie die Zeitung "El Pais" berichtete, soll der 66-Jährige die Mobilfunktochter Telefonica Moviles beim angestrebten Vordringen auf den deutschen Markt beraten. Der Ex-Bundeswirtschaftsminister solle dafür 100 Millionen Peseten [600.000 Euro] im Jahr erhalten.
"Keine Resultate"
Das Blatt hielt dem früheren FDP-Vorsitzenden vor, in seiner
bisherigen Tätigkeit für Telefonica praktisch keine Resultate
geliefert zu haben. Das Unternehmen wollte zu dem Zeitungsbericht
zunächst nicht Stellung nehmen. "El Pais" hatte vor zwei Monaten
berichtet, dass Telefonica den Vertrag mit dem früheren EU-Kommissar
nicht verlängern wollte.
TelefonicaWirbel im Juli 1999
Bangemann war im Juli 1999 vom damaligen Telefonica-Präsidenten Juan Villalonga als Berater engagiert worden. Das löste damals großen politischen Wirbel aus, weil die Amtszeit als EU-Kommissar in Brüssel zu jenem Zeitpunkt offiziell noch nicht abgelaufen war.
Der Wechsel Bangemanns zu Telefonica wurde schließlich um ein Jahr verschoben. Im Juli 2000 musste Villalonga wegen eines angeblichen Insidergeschäfts zurücktreten.
