Gratis-E-Mail mit erheblichen Mängeln
Viele kostenlose E-Mail-Anbieter weisen erhebliche Mängel bei der Sicherheit und im Service auf.
Zu diesem Ergebnis kommt die deutsche Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "test" [August-Ausgabe] nach der Untersuchung von insgesamt 24 bedeutenden Freemail-Diensten. Acht Anbieter erhielten demnach wegen "gravierender Sicherheitslücken" nur die Note "Mangelhaft".
Web.de und GMX vorne
Nur web.de und GMX sind laut "test" sicher; diese beiden Dienste
sowie das Service der Deutschen Post, ePost, und RedSeven bekamen
das Prädikat "gut" zugesprochen.
Web.de
GMXSchutzlos Angriffen ausgeliefert
Auch ein Nutzer kostenloser Dienste hat nach Ansicht der Stiftung Warentest Anspruch auf ein geschütztes Postfach, zumal er im Gegenzug Werbung akzeptieren müsse. In der Realität sei so manche Mailbox allerdings Angriffen schutzlos ausgeliefert.
Auch sei der Verkauf der Adressen oft nicht ausgeschlossen, was eine Flut von Werbesendungen nach sich ziehen könne. Bei Problemen würden die Nutzer zudem häufig mit ungenauen Standardantworten abgespeist. Zudem sei mancher E-Mail-Versand "nicht viel schneller als das traditionelle Postauto".
Kündigung ohne Vorwarnung
Laut "test" behalten sich einige Dienste sogar das Recht vor, ohne Vorwarnung kostenpflichtig zu werden oder ihren Nutzern fristlos die Mailbox zu kündigen.
"Am Rande der Legalität"
Dabei bewegten sich die Freemail-Anbieter mitunter "am Rande der Legalität". Negative Spitzenreiter seien hier der Microsoft-Anbieter Hotmail und Altavista, die in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen mehrfach gegen deutsches Recht verstießen.
