25.07.2001

CONTEST

Bildquelle: FuZo

Weltbester Cracker gesucht

Das Kryptosystem-Unternehmen RSA-Security will die Stärke seiner Verschlüsselungs-Algorithmen mit einem Wettbewerb testen.

Das 1977 entwickelte asymmetrische Verschlüsselungsverfahren RSA wird heutzutage von über sieben Millionen Nutzern in mehr als 4.500 Unternehmen eingesetzt.

Die Preise für die Entschlüsselung reichen von 10.000 USD [11.409 Euro/157.000 ATS] für einen 576-Bit-Key bis zu 200.000 USD [228.186 Euro/ 3.139.907 ATS] für einen 2.048-Bit-Key.

37,5 Jahre an CPU-Zeit

Für das Knacken eines 512 Bit langen Schlüssels wurden 1999 sieben Monate lang 160 Silicon-Graphics [SGI]- und Sun-Rechner, beinahe ebenso viele Pentium-II-Maschinen und mehrere SGI- und Alpha-Großrechner eingesetzt.

Die Gruppe von niederländischen Wissenschaftlern rund um Herman te RieleIns verbriet dabei rund 37,5 Jahre an CPU-Zeit.

Dabei wurde nicht - wie etwa bei distributed.net - die Brachialmethode gewählt, sondern durch mathematische Vorselektierung der Kreis eingeengt. Das Ergebnis: Die Verschlüsselung konnte in zwei 78 Stellen lange Primzahlen zerlegt werden.