Telecom Italia bleibt Einzelkämpfer
TIM [Telecom Italia Mobile] hat heute entschieden ausgeschlossen, eine internationale Allianz mit einem anderen Telekom-Unternehmen zu planen:
"Wir können unser Entwicklungsprojekt allein fortsetzen. Wir brauchen niemanden", betonte TIM-Geschäftsführer Marco De Benedetti im Gespräch mit Journalisten in Mailand.
"Wir haben unsere Strategie nicht geändert. Wir wollen weiterhin Hauptakteure in Südamerika sowie in Südeuropa sein. In den letzten 18 Monaten haben wir die Weichen gestellt, um uns in diesen Ländern zu entwickeln, und planen keine weitere Expansion", so De Benedetti.
Telecom Italia will sich mit Vodafone messenNicht um jeden Preis
Der Geschäftsführer betonte, sein Unternehmen interessiere sich für die UMTS-Auktion in Frankreich, sei jedoch nicht bereit, jeden Preis für eine der Lizenzen zu zahlen.
"Wir werden erst einen Beschluss fassen, wenn die Details der Auktion bekannt gegeben werden. Für uns ist die UMTS-Lizenz nicht etwas, was wir um jeden Preis erobern wollen", so De Benedetti.
Die Mutter der TIM, Telecom Italia, ist in Frankreich mit einer zehnprozentigen Beteiligung an Bouygues Telecom präsent. Telecom-Chef Roberto Colaninno hatte sich kürzlich bereit erklärt, die Verhandlungen neu zu eröffnen, um die Beteiligung der Telecom Italia an der französischen Gesellschaft aufzustocken. "Frankreich ist für uns ein wichtiger Markt, und wir wollen unsere Präsenz erhöhen", so Colaninno. Die TIM hält in Österreich eine 25-prozentige Beteiligung an der Mobilkom Austria.
