Styria verzichtet auf Libro
Die Styria Medien AG ["Kleine Zeitung", "Die Presse"] hat sich nach eingehender Prüfung endgültig entschlossen, kein Angebot für die Übernahme der insolventen Libro-Gruppe zu legen.
Das teilte Styria-Generaldirektor Horst Pirker heute mit.
"Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren primär strategische Überlegungen; dazu kamen Konkurrenzen mit aktuellen alternativen Investments. Schließlich spielte auch die rechtlich - nach wie vor - unübersichtliche Situation eine Rolle", so Pirker.
Den Banken danken
"Die Styria Medien AG dankt ausdrücklich noch einmal allen
Beteiligten, insbesondere den Gläubigerbanken, für die offenen und
konstruktiven Gespräche."
Libro"Partner nicht zwingend"
Aus Sicht des Wirtschaftstreuhänders Gottwald Kranebitter, Mehrheitseigentümer der insolventen Libro AG, bedeutet die Entscheidung der Styria "gar nichts".
"Vorstand und Eigentümer bleiben bei ihrer Strategie, Libro und Amadeus zu sanieren und dann aus einer starken Ausgangssituation auf Partnersuche zu gehen. Ein Partner ist aus heutiger Sicht keine zwingende Sanierungsvoraussetzung", so der KPMG-Geschäftsführer.
Die Libro-Aktien sind heute um nicht weniger als 32 Prozent gefallen. Sie stehen derzeit bei rund 1,6 Euro.
