Erfolgreiches Quartal, außer im Netz
Der französische Medienkonzern Vivendi Universal hat im zweiten Quartal 2001 den Gewinn um 53 Prozent gesteigert und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen.
"Gepolstert" wurde das Unternehmensergebnis den Angaben zufolge von starken Zuwächsen in den Bereichen Film und TV sowie Telekommunikation. Weiter in der Verlustzone ist allerdings der Internet-Bereich geblieben.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen [EBITDA] ist auf 1,369 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern heute mit. Auch beim Umsatz legte der Konzern, der eigenen Angaben nach auch für das Gesamtjahr optimistisch bleibt, zu. Der Kurs der Vivendi-Aktie stieg deutlich. Vor rund einem Monat hat
Vivendi Universal MP3.com gekauft.Auto-Fiasko
Sorgenkind ist weiterhin der Internet-Geschäftsbereich, in dem Vivendi nach eigenen Angaben 39 Millionen Euro Verlust erwirtschaftete.
Einem Bericht der Zeitung "Liberation" zufolge soll der Konzern kürzlich sogar das gemeinsame Internet-Projekt mit dem Autohersteller Peugeot auf Eis gelegt haben.
Das ehrgeizige Projekt mit dem Namen "Egery" sollte Autos mit einem Internet-Zugang ausstatten. Das Projekt hat sich jedoch zu einem Gelder verschlingenden Fiasko für Vivendi entwickelt, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.
