Bezahlten Downloads wird Boom vorhergesagt
Die Marktforscher von Jupiter Media Metrix machen in einer aktuellen Studie der Musikindustrie Hoffnungen darauf, dass das Geschäft mit kostenpflichtigen Musik-Downloads in den nächsten Jahren tatsächlich in Schwung kommt:
US-Amerikaner werden der Studie zufolge in den nächsten fünf Jahren deutlich mehr Geld für Musik aus dem Internet ausgeben. Im Jahr 2006 werden sie demnach 6,2 Milliarden USD für CD-Bestellungen im Internet und das kostenpflichtige Herunterladen von Musikdateien ausgeben.
Der Anteil des Online-Verkaufs am Gesamtvolumen des US-Musikmarktes soll von derzeit sieben auf 32 Prozent im Jahr 2006 wachsen.
In diesem Jahr ließen sich die US-Amerikaner die Online-Musik erst rund eine Milliarde USD kosten.
Jupiter Media MetrixDownload-Boom
Online-Abonnements sowie das Herunterladen einzelner Musikdateien machen der Studie zufolge derzeit nur drei Prozent des Internet-Musikumsatzes aus. Der Großteil entsteht also noch durch den Online-Verkauf von CDs.
Der Anteil von Downloads und Abonnements soll bis 2006 aber auf 30 Prozent steigen.
Wie die Musikindustrie Nutzer dazu animieren will, für Musik, die sie bisher vor allem gratis bezogen haben, künftig zu bezahlen, erwähnt die Studie leider nicht.
Unterdessen kündigte AOL ein neues Internet-Radio und einen Informationsdienst über Künstler an. AOL startet die neuen Angebote im Vorfeld des geplanten Abo-Service, das der Mutterkonzern AOL Time Warner mit AOL Warner Music, der Bertelsmann Music Group, EMI und RealNetworks anbieten will. Die Unternehmen haben zu diesem Zweck einen gemeinsamen Großhändler von Online-Musik, MusicNet, gegründet. Die Konkurrenten Sony und Vivendi haben den Großhändler Pressplay gegründet, der mit Yahoo und MSN kooperiert.
Die Infrastruktur der Post-Napster-Ära
