Umstrukturierungen bei Motorola
Motorola wird anderen Handyherstellern im eigenen Unternehmen entwickelte Halbleiter für Handys der dritten Generation anbieten. Mit der Bekanntgabe entsprechender Verträge mit Wettbewerbern und Vertragsherstellern wird in den kommenden Monaten gerechnet.
Wie die "Financial Times" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, bedeutet das eine grundlegende Wende in der Strategie des Konzerns.
Betriebsintern beläuft sich der Umsatz der Halbleitersparte auf bis zu 1,7 Milliarden Euro pro Jahr. Der zunehmende Preisdruck zwingt Motorola jetzt, durch die Vermarktung ihrer Halbleitertechnologie das Ergebnis dieser verlustträchtigen Sparte zu verbessern.
Umstrukturierung
Erst letzte Woche kündigte Motorola an, sein Angebot von Inhalten
für den mobilen Netzzugriff zu forcieren. Längerfristig will
Motorola mit solchen mobilen Services 20 bis 30 Prozent des
Gruppenumsatzes generieren.
Motorola forciert mobiles Content-AngebotDesign verkauft
Marktbeobachter werten den Schritt als einen deutlichen Indikator dafür, dass die Bedeutung der Technologie für die Vermarktung von Handys sinkt.
Äußere Merkmale wie Design und farbige Displays seien aus der Sicht von Verbrauchern Faktoren, die die Kaufentscheidung zunehmend beeinflussen.
Die Chips hingegen hätten einen Grad der Standardisierung erreicht, der keinen Alleinstellungsparameter mehr biete. Im Gegensatz etwa zu Nokia hatte Motorola bis dato ausschließlich Handys vermarktet, deren Chips im eigenen Haus entwickelt und produziert wurden.
