22.07.2001

"CHIP"

Bildquelle: FuZo

Die USA rüsten für den Cyberwar

Nach den jüngsten Attacken gegen das Weiße Haus hat die US-Regierung der Computerkriminalität erneut den Kampf angesagt.

Justizminister John Ashcroft kündigte am Rande einer Tagung mit CEOs im Silicon Valley die Schaffung von insgesamt zehn Spezialeinheiten zur Bekämpfung der "Cyber-Kriminalität" an.

"Cyberkriminelle" und "Melissa"

Ashcroft sagte, er wolle mit der Gründung von Spezialeinheiten eine Botschaft an "Cyber-Kriminelle" richten, diese seien nicht vor Strafverfolgung gefeit.

Die Attacken gegen das Weiße Haus und die Verbreitung von Viren und Würmern wie "Melissa" und "ILOVEYOU" hätten gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf für die Justizbehörden bestünde.

"Es herrscht immer noch die Meinung, Cyber-Kriminalität werde nicht geahndet und man komme ungeschoren davon", so Ashcroft.

"Banken rufen auch die Polizei"

Seine Kritik richtete sich auch an Technologie-Unternehmen, die viel zu oft auf Anzeigen bei Hackerangriffen, Virenverseuchung, Betrug oder sonstigem Cybercrime verzichteten.

Banken würden auch die Polizei rufen, wenn sie überfallen worden sind.

Viele Unternehmen würden Computerangriffe aus Angst um ihre Reputation nicht dem FBI melden. "Ein Unternehmen, das sich nach einer Attacke nicht meldet, ebnet den Cyber-Kriminellen den Weg für neue Verbrechen", kritisierte Ashcroft.