22.07.2001

NETZSPARTE

Bildquelle: siemens icn

Siemens ICN schreibt rote Zahlen

Die Flaute in der Telekommunikations-und IT-Branche könnte nun auch bei der Netzwerksparte von Siemens zu Verlusten führen.

Wie das deutsche Nachrichtenmagazin "Focus" in einer Vorabmeldung berichtete, werde Siemens Information and Communication Networks [ICN] im dritten Quartal erstmals im laufenden Geschäftsjahr in die roten Zahlen schlittern.

Laut Insiderberichten werde das Unternehmen am kommenden Mittwoch bei der Präsentation der Quartalsergebnisse einen Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 150 Mio. Euro einfahren.

Auch Infineon belastet Siemens

Sowohl die Siemens AG wie auch die zur Siemens- Familie gehörenden Unternehmen Infineon und Epcos werden diese Woche ihre Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 [30. September] vorlegen.

Den Anfang macht kommenden Montag [23. Juli] Infineon. Anfang Juni schockte der Konzern die Märkte mit der Ankündigung, es werde ein Quartalsverlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von bis zu 600 Millionen Euro erwartet. Auch Siemens und Infineon leiden unter der schwachen Lage der Hightech-Branche.

Da Siemens noch mehr als 50 Prozent an Infineon hält, wird der Verlust der Chiptochter auch das Siemens-Ergebnis stark belasten. Auf Grund der starken zyklischen Schwankungen des Chipgeschäfts will sich Siemens ganz von der Beteiligung trennen.

Am Donnerstag [26. Juli] ist dann Epcos an der Reihe. Das Unternehmen hat in diesem Jahr die Erwartungen schon drei Mal nach unten korrigiert.