21.07.2001

E-CONTENT

WKÖ fordert Online-Datenbanken

Die Abteilung für Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer hat diese Woche ihr Positionspapier "eContent - eine neue Branche sucht ihre Identität" vorgestellt.

"Es ist an der Zeit, die Geschäftsmodelle an die technische Entwicklung anzupassen", betonte dabei der Abteilungsleiter Werner Teufelsbauer, der auch die Einführung des "one-stop-shop" Prinzips für Rechtenutzer und Rechteverwerter forderte.

Der Rechtsrahmen der österreichischen Verwertungsgesellschaften stammt aus der Zeit der 30er Jahre. Wir sind daher gefordert, moderne Strukturen für die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu schaffen. Wenn es uns nicht bald gelingt die bürokratischen Hemmnisse der Verwertung zu beseitigen, behindern wir die Entwicklung einer neuen Branche. Eine Verwirklichung des one-stop-shop bei den zwölf Verwertungsgesellschaften ist daher umgehend zu realisieren", so Teufelsbauer.

Klärung der Urheberrechte

Hanspeter Hanreich, Leiter der Abteilung für Rechtspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, tritt für eine effiziente Klärung der Urheberrechte ein.

"Unbedingt notwendig ist die Erstellung einer frei zugänglichen Datenbank im Internet, in der alle Verwertungsgesellschaften die Namen und Werke der Urheber eintragen, die sie verwerten. Nur so wird eine rasche und vor allem rechtssichere Abwicklung für die eContent-Unternehmen sichergestellt. Darüber hinaus ist es dadurch aber auch möglich, eine Transparenz und Effektivität unter den nationalen Verwertungsgesellschaften zu schaffen", so Hanreich.