Elefantenhochzeit bei Chemie-Portalen
Die beiden führenden Internet-Marktplätze für den technischen Einkauf in der Chemie-
und Pharmaindustrie, chemplorer.com und cc-markets.com, sind zu einem Portal fusioniert.
Das Zusammengehen der beiden Portale schaffe wertvolle Synergien, sagte der Geschäftsführer des neuen Online-Marktplatzes, Christian Rast, am Donnerstag in Frankfurt.
Gemeinsam solle jetzt der internationale Markt erschlossen werden.
Im März 2001 hatten sich die Gründungsmitglieder von cc-markets - BASF, Degussa, Henkel und SAPMarkets - und die Gründungsmitglieder von chemplorer - Bayer, chemfidence und Deutsche Telekom - in einer Absichtserklärung auf die Fusion geeinigt. Der Hauptsitz des neu gegründeten Unternehmens ist Dublin. Der neue Portalname ist
cc-chemplorer.comBreak-even im dritten Quartal 2003
Die Gewinnschwelle solle im dritten Quartal 2003 erreicht werden, sagte Rast weiter. Bis dahin solle das Volumen der Transaktionen bei rund 450 Millionen Euro pro Quartal liegen.
Bis Ende 2003 rechne cc-chemplorer mit 1.500 integrierten Anbietern. Derzeit biete der neue Marktplatz 18 Sortimente mit 1,6 Millionen Produkten an und verfüge damit über eine breite und gleichzeitig fokussierte Lieferantenbasis.
Etwa 200 Lieferanten seien bereits an den Marktplatz angeschlossen.
Expansion in die USA und nach Asien
Die Zielgruppe des Marktplatzes seien die 40 wichtigsten Unternehmen aus den Branchen Chemie und Life Science in Europa, sagte der Geschäftführer weiter. Innerhalb der nächsten zwölf Monate sei die Expansion in die USA und nach Asien geplant. Dort suche cc-chemplorer derzeit nach geeigneten Kooperations- oder Übernahmekandidaten. Bis jetzt gehörten 15 der 20 bedeutendsten deutschen Unternehmen der Branche dem Marktplatz an.
Merge or perish
Mit dem Zusammenschluss hat cc-chemplorer Rast zufolge eine allgemeine Konsolidierungswelle von Internet-Marktplätzen eingeläutet.
Aktuelle Studien gingen davon aus, dass von den derzeit rund 1.500 Online-Marktplätzen langfristig 50 überleben würden. "Konsolidierung bedeutet für die, die übrig bleiben, immer etwas Positives", sagte Rast.
