US-Raketenabwehr schießt blind
Der amerikanische Raketenabwehrtest am vergangenen Sonntag hatte einen "Schönheitsfehler":
Zwar gelang das Kernziel, die Vernichtung einer Sprengkopfattrappe durch Kollision mit einer Abwehrwaffe. Aber ein Radar-Prototyp funktionierte nicht, wie die "Los Angeles Times" unter Berufung auf das Pentagon berichtete.
PentagonAlles im Griff
Laut dem Bericht war das Radar, ein wichtiges Element des geplanten Raketenabwehrsystems, nicht in der Lage, der Bodenzentrale den Treffer mitzuteilen. Stattdessen meldete es, dass das Ziel verfehlt worden sei.
Der Zeitung zufolge sieht das Pentagon darin aber keine schwerwiegende Panne. Sie zitierte einen hochrangigen Beamten mit den Worten, es habe sich um ein leicht zu behebendes Software-Problem gehandelt. Beim nächsten Test im Oktober werde sich das nicht wiederholen.
