Windows XP ohne Java
Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows XP unterstützt einem Zeitungsbericht zufolge nicht mehr die Programmiersprache Java des Rivalen Sun Microsystems.
Microsoft begründet den Java-Verzicht laut dem "Wall Street Journal" mit "generell verschärften Ansprüchen an die Sicherheitseinstellungen", die auch Microsoft-Produkte betreffen.
Was ist Java?
Die Programmiersprache Java ermöglicht, Software für
unterschiedlichste Betriebssysteme - von Windows über Linux und Unix
bis hin zum Mac OS - zu entwickeln. Microsoft setzt bei seinen
Plänen für eine ".Net"-Infrastruktur für Programmdienste aus dem
Netz auf die eigene Technologie "C#", die mit Java konkurriert.
C# Introduction and OverviewTote Seiten ohne Java
Durch das Entfernen der Java-Software in Windows XP müssen die Microsoft-Kunden allerdings nicht auf die Anwendung von Java verzichten.
Sie müssten sich jedoch die notwendige Software gesondert aus dem Internet herunterladen und installieren.
Ohne diese Schritte werde "jede Web-Seite, die Java-Programme enthält, nicht laufen", sagte Jan Vitek, Informatik-Professor an der Purdue University in West Lafayette (US-Bundesstaat Indiana). "Es wird dann eine tote Seite sein. Dies bevorzugt Microsofts neue Technologie und wird die Verbraucher behindern."
Windows XP kommt im Herbst
Windows XP soll im Herbst auf den Markt kommen. Das "Wall Street
Journal" bezog sich auf vorläufige Programmversionen. Microsoft
dominiert mit Windows den Software-Markt für PCs, Sun ist dagegen
mit Software für Großrechner führend.
Sun JavaJava zu unsicher
Dass Microsoft die Un-"Sicherheit" von Java als Anlass für den Unterstützungs-Stopp nennt, mag verwundern.
Im Gegensatz zu Microsoft-Technologien wie Visual Basic Scripts, die in jüngster Zeit als Einfallstor für Viren, Würmer und Trojanische Pferde dienten, verfügt Java nämlich über ein weitgehend geschlossenes Sicherheitsmodell [Sandbox].
Scherheit unter Java
