17.07.2001

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lion.cc-Schicksal soll demnächst geklärt werden

Diese Woche müsse sich das Schicksal von lion.cc, Online-Tochter der insolventen Libro AG, klären. "Die Zeit drängt", hieß es am Dienstagabend nach der Sitzung des Libro-Gläubigerbeirates.

Möglicherweise gibt es in Organsitzungen am Mittwoch schon entscheidende Weichenstellungen, was mit lion.cc passiert.

TA-Verhandlungen waren anscheinend weit gediehen

Zum "Kurier"-Bericht, wonach zuletzt die Telekom Austria [TA] intensiv über die Konditionen einer lion-Übernahme verhandelt habe, hieß es aus der TA selbst lediglich "kein Kommentar". Nach Angaben von Eingeweihten "dürfte das offenbar nicht geklappt haben. Da war was dran, die waren relativ weit", hieß es ohne Details.

lion.cc.-Chef Heinz Lederer bekräftigte aber, weiterhin mit potenziellen in- und ausländischen Partnern für die E-Commerce-Plattform zu verhandeln. "Es gibt keine Deadline", er schließe aber nicht aus, dass es im Laufe dieser Woche zu "Weichenstellungen" kommt. Er habe mittlerweile auch dem Libro-Gläubigerbankenkonsortium sein Fortführungskonzept vorgelegt, "nach dem wird schon gehandelt", so Lederer.

"Kein Bedarf, etwas zu verschleudern"

Die deutsche WAZ-Gruppe sei "sehr interessiert", dass eine vernünftige Lösung gelinge, und sie sei "sehr kooperativ". lion.cc habe "gute Assets". Es bestehe kein Zeitlimit und kein Bedarf, hier etwas zu verschleudern, so der lion.cc-Vorstand.