2001 kein Konzerngewinn erwartet
Philips hat im zweiten Quartal wie von Analysten erwartet Verluste ausgewiesen und geht kurzfristig von einem sich noch weiter abschwächenden Geschäftsverlauf aus.
Im gerade abgelaufenen Quartal ist ein Verlust von 770 Millionen Euro nach 3,6 Milliarden Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum angefallen, teilte der größte europäische Hersteller von Konsumelektronik und drittgrößte Chiphersteller heute mit.
Der Tiefpunkt der Gewinnentwicklung werde demnach im dritten Quartal erreicht.
Ohne Sonderposten betrug der Quartalsverlust bei Philips im zweiten Quartal 348 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt vor Sonderposten 358 Millionen Euro Verlust vorhergesagt. Im zweiten Quartal 2000 hatte Philips vor Sonderposten noch 699 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.
Philips gibt Handy-Produktion aufVorsicht
Für das Gesamtjahr wird der Konzern vor Sonderposten voraussichtlich ein ausgeglichenes Ergebnis oder einen leichten Verlust ausweisen. Der Kurs der Philips-Aktie gab am Dienstag vorbörslich sechs Prozent nach.
"Wir bleiben sehr vorsichtig bei unserer Einschätzung für die wirtschaftliche Entwicklung im weiteren Jahresverlauf 2001, die voraussichtlich schwach bleibt", teilte Philips weiter mit. "Für den Halbleitermarkt ist unsere derzeitige Erwartung, dass es keinen Aufschwung vor 2002 geben wird."
