Aufregung um Hosting des Melderegisters
Laut einem Bericht in der jüngsten Ausgabe des Magazins "profil" wurde ein Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft "Olympia" mit der Implementierung von Internet-Auftritten für das Justiz- und Innenministerium beauftragt.
Genauer gesagt mit dem Hosting des größten elektronischen Verwaltungsregisters Österreichs, dem Zentralen Melderegister [ZMR].
Was kann das ZMR?
Alle Haupt- und Nebenwohnsitze, Abmeldungen sowie
Auskunftssperren werden im neuen Melderegister bundesweit erfasst.
Bei der Eingabe der Daten in das ZMR wird den Gemeldeten eine
zwölfstellige, willkürlich vom System vergebene Zahl zugewiesen.
Damit sollen Verwechslungen ausgeschlossen werden, die sich bei
Namensgleichheit ergeben.
Zentrales MelderegisterVorwürfe werden dementiert
Walter Asperl, laut "profil" Burschenschafter und Chef der Providerfirma McWeb, soll auch die BMI-Domain www.zmr.at unter seinem Namen angemeldet haben. Laut dem Innenministerium hatte McWeb "zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf sensible Daten".
Auch Asperl dementiert die "profil"-Vorwürfe im Forum dieses Berichts entschieden [unter dem Nick "wa11", die dazugehörige E-Mail-Adresse ist ihm eindeutig zuzurechnen].
"McWeb ist im Justizministerium unbekannt"
Auch die Software für die Integrierte Vollzugsverwaltung [IVV]
wurde teilweise von McWeb mitprogrammiert, so "profil". Diese
enthält eine Liste aller Inhaftierten nebst einer automatischen
Berechnung des Strafendes und soll demnächst mit Gerichten und
Polizeidienststellen vernetzt werden. Auf Anfrage von "profil"
betonte Ministersprecher Marc Zimmermann: "Die Firma McWeb ist im
Justizministerium unbekannt."
McWeb
