Microsoft sucht Justizministerium auf
Im Kartellverfahren gegen Microsoft strebt der Softwarekonzern neue außergerichtliche Verhandlungen mit dem US-Justizministerium an.
Der weltgrößte Softwarehersteller habe in dieser Sache Kontakt mit dem US-Justizministerium aufgenommen, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag.
Microsoft-Fall wieder an untere Instanz
Das US-Justizministerium hat am Freitag ein Berufungsgericht
darum ersucht, das schwebende Kartellverfahren gegen den
Softwarekonzern so schnell wie möglich zurück an die untere Instanz
zu verweisen.
Oberstes Gericht soll nicht eingeschalten werdenKonversation mit Anti-Kartell-Chef
Microsoft hat den Kontakt zum Justizministerium "weder bestätigt noch dementiert".
Ein Microsoft-Sprecher habe jedoch erklärt, man sei sich mit der US-Regierung einig, dass der Fall "so schnell wie möglich" geklärt werden sollte.
Microsoft hat sich dem Bericht zufolge telefonisch mit dem Anti-Kartell-Chef des Ministeriums, Charles James, in Verbindung gesetzt, bevor das Unternehmen eine gravierende Lockerung der Lizenzbestimmungen für das Windows-Betriebssystem verkündete.
Office XP erhält Note "Mangelhaft"
Das neue Office XP enthält laut einem Test der Zeitschrift
"Computer Bild" "schwere Fehlfunktionen". Die Software wurde deshalb
mit der Note "Mangelhaft" bewertet.
Test von Office XPBeschleunigtes Verfahren
Laut dem Urteil des Berufungsgerichts geht der Fall Mitte August an die untere Instanz zurück. Bis dahin haben die Beteiligten Zeit, eine weitere Anhörung vor dem Berufungsgericht zu beantragen oder dass der Fall direkt an den obersten US-Gerichtshof [Supreme Court] gehen soll.
Auf beide Optionen verzichtet das Justizministerium in seinem Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren.
Microsoft betonte, man habe ebenfalls ein Interesse daran, die verbleibenden Vorwürfe zu klären. Derzeit sei man dabei, die umfangreiche und komplexe Begründung des Berufungsgerichts zu studieren.
