16.07.2001

KARTELLSTREIT

Bildquelle: FuZo

Microsoft sucht Justizministerium auf

Im Kartellverfahren gegen Microsoft strebt der Softwarekonzern neue außergerichtliche Verhandlungen mit dem US-Justizministerium an.

Der weltgrößte Softwarehersteller habe in dieser Sache Kontakt mit dem US-Justizministerium aufgenommen, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag.

Konversation mit Anti-Kartell-Chef

Microsoft hat den Kontakt zum Justizministerium "weder bestätigt noch dementiert".

Ein Microsoft-Sprecher habe jedoch erklärt, man sei sich mit der US-Regierung einig, dass der Fall "so schnell wie möglich" geklärt werden sollte.

Microsoft hat sich dem Bericht zufolge telefonisch mit dem Anti-Kartell-Chef des Ministeriums, Charles James, in Verbindung gesetzt, bevor das Unternehmen eine gravierende Lockerung der Lizenzbestimmungen für das Windows-Betriebssystem verkündete.

Beschleunigtes Verfahren

Laut dem Urteil des Berufungsgerichts geht der Fall Mitte August an die untere Instanz zurück. Bis dahin haben die Beteiligten Zeit, eine weitere Anhörung vor dem Berufungsgericht zu beantragen oder dass der Fall direkt an den obersten US-Gerichtshof [Supreme Court] gehen soll.

Auf beide Optionen verzichtet das Justizministerium in seinem Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren.

Microsoft betonte, man habe ebenfalls ein Interesse daran, die verbleibenden Vorwürfe zu klären. Derzeit sei man dabei, die umfangreiche und komplexe Begründung des Berufungsgerichts zu studieren.