Schweizer Polizei stellt Snuff-Video online
Die Genfer Polizei hat sich zu einer ungewöhnlichen Fahndungsmethode entschlossen, die vor allem Sammler obskurer Filmchen anziehen dürfte:
Ein Acht-Sekunden-Ausschnitt aus der Aufzeichnung einer Überwachungskamera, der einen Mord "zeigt", wurde im Quicktime-Format auf die Fahndungs-Site gestellt.
Filme, in denen echte Morde zu sehen sind, werden als "Snuff-Videos" bezeichnet [meist im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch]. Snuff bedeutet "Kerze ausdrücken, ausblasen; Leben auslöschen; den Löffel abgeben; sterben".
Der MordfilmWackelige Pixel
Der Ausschnitt zeigt einen Vorfall, der sich am 27. Juni 2001 gegen 23.00 Uhr an einer Kreuzung in einem Genfer Industriegebiet ereignete. An der Nachbarspur fährt ein nicht identifizierter Personenwagen an den roten Golf des Opfers heran, hält kurz - hier fällt der tödliche Schuss - und fährt weiter. Der rote Golf bleibt stehen.
Personen sind auf den Bildern nicht zu erkennen, auch die Marke des Täterfahrzeuges ist nicht auszumachen. So dürften die Chancen auf eine Überführung des Täters gering bleiben. Dennoch erhofft sich die Genfer Polizei Hinweise aus der Bevölkerung. Bis jetzt sei jedoch kein solcher eingegangen.
