"Webby Awards 2001" vergeben
Im "War Memorial Opera House" in San Francisco sind heute Nacht zum fünften Mal die "Webby Awards" verliehen worden, die als "Web-Oscars" gelten.
In jeder der insgesamt 31 Kategorie wurden zwei Preise verliehen: ein "Webby Award", den eine aus Fachleuten bestehende Jury in einem dreistufigen Auswahlverfahren vergab, und ein "People's Voice Award", den die User per elektronischer Stimmabgabe ermittelten.
Kandidatenschwund
Es waren die ersten "Webby Awards" seit Beginn der Dot.com-Krise.
Von den 135 nominierten Sites des letzten Jahres mussten inzwischen
nicht weniger als 25 schließen, und sogar eine für den diesjährigen
Preis nominierte Site [Popularpower.com] musste schon vor dem
Webby-Event in dieser Woche aufgeben.
Alle Nominierungen für die "Webbys 2001"Im Opernhaus in San Francisco hatten sich über 3.000 Gäste versammelt, darunter die 150 nominierten Webdesigner. Ausgesucht wurden die Preisträger von den 350 Mitgliedern der "Academy of Digital Arts and Sciences" - einer Jury mit Berühmtheiten wie David Bowie, Björk, Oracle-Chef Larry Ellison und Regisseur Francis Ford Coppola.
Aufzeichnung des WebcastAnd the winners are ...
Zur besten Games-Site wählte die Fachjury 3D Groove, während die User IGN den Vorzug gaben. Als beste Finanzsites wurden Yahoo! Finance [Fachjury] und The Motley Fool [User] ausgezeichnet. Microsoft wurde für sein "Windows Update" der Preis der Jury im Bereich "Technical Achievement" zugesprochen.
Die Suchmaschine Google, die im Vorjahr in dieser Kategorie ausgezeichnet worden war, darf sich dieses Mal über einen "Webby" im Bereich "Best Practices" freuen. Napster ging hingegen nach dem Triumph im Vorjahr dieses Mal leer aus. Die "Webbys" im Bereich "Music" gingen an "sputnik7" [Fachjury] und "Live365.com" [Publikum].
Bei den Medien konnten sich dieses Mal vorwiegend die großen Namen durchsetzen: so CNN in den Kategorien "News" und "Politics" und BBC World Service im Bereich Web-Radio. Nicht ganz unerwartet kam die Auszeichnung für die avancierten E-Zines "Plastic" und "Nerve" in der Kategorie "Print & Zines".
Wie auch in den Jahren zuvor gab es einige Kategorien, in denen sich Fachleute und User einige waren: etwa im Bereich "Education", wo die Site von "National Geographic", im Bereich "Film", wo die Site "Requiem For A Dream", und im Bereich "Humour", wo unisono "The Onion" zum Sieger gekürt wurde. Auch in der Kategorie "Weird" waren sich Fachjury und "the People's Voice" einig: Die Auszeichnung ging in beiden Fällen an
Peter Pan's HomepageNur fünf der 150 Preisanwärter kamen aus Europa. Zu den nicht amerikanischen Gewinnern gehört neben BBC.Radio auch die Wissenschaftssite Plus Magazine.
Vollständige Liste der Gewinner
