Metallica und Dr. Dre lieben Napster
Napster hat sich mit der Band Metallica und dem Rapper Dr. Dre außergerichtlich geeinigt. Die Klagen, die die Musiker vor gut einem Jahr einreichten, ließen den Rechtsstreit um die MP3-Tauschbörse eskalieren.
Mit der Einigung sind alle Klagepunkte zwischen Napster und den Musikern vom Tisch. Zu finanziellen Aspekten gab es kein Statement. Die Musiker scheinen aber zufrieden.
Sie erklärten sich sogar bereit, ihre Musikstücke "von Zeit zu Zeit" über Napster anzubieten, ein vernünftiges Modell zum Schutz des Urheberrechts vorausgesetzt.
Für Napster ist die Einigung allerdings eher ein theoretischer Erfolg: Gestern hatte eine Richterin entschieden, dass die Tauschbörse geschlossen bleiben muss, bis eine 100-prozentige Filterlösung gefunden ist.
Napster muss geschlossen bleibenEine Frage der Ehre
Howard King, Anwalt von Metallica und Dr. Dre, sagte, der finanzielle Ausgleich sei für die Einigung nicht entscheidend gewesen.
Es sei den Bands vielmehr darum gegangen, dass Napster sich entschuldigt. Die Verhandlungen mit Napster dauerten nach Angaben des Anwalts der Kläger bereits einen Monat an - viel Zeit, um die passenden Worte des Bedauerns zu finden, sollte es den Bands tatsächlich nur darum gegangen sein.
