12.07.2001

UPDATE

Bildquelle: fuzo

Wenig Widerstand bei Mobilfunk-Razzien

Die EU-Wettbewerbshüter sind bei ihren Mobilfunk-Razzien in Deutschland und Großbritannien auf wenig Widerstand gestoßen.

"An allen Orten wurde unseren Leuten Zugang gewährt", sagte der Sprecher von Wettbewerbskommissar Mario Monti am Donnerstag in Brüssel.

Seinen Angaben zufolge waren an der Aktion am Mittwoch 50 Mitarbeiter der EU sowie zahlreiche nationale Experten beteiligt.

Verdacht illegaler Preisabsprachen

Monti verdächtigt die Unternehmen in Deutschland und Großbritannien illegaler Preisabsprachen.

"Tatsache ist, dass die Preise dort höher sind als in anderen Ländern", sagte der Sprecher. Es seien zahlreiche Beschwerden bei der EU-Kommission eingegangen.

Dabei gehe es insbesondere um den Vorwurf, dass die Anbieter beim so genannten Auslandsroaming, also der Zusammenschaltung ihrer Netze beim grenzüberschreitenden Telefonieren, überhöhte Preise verrechneten.