Wenig Widerstand bei Mobilfunk-Razzien
Die EU-Wettbewerbshüter sind bei ihren Mobilfunk-Razzien in Deutschland und Großbritannien auf wenig Widerstand gestoßen.
"An allen Orten wurde unseren Leuten Zugang gewährt", sagte der Sprecher von Wettbewerbskommissar Mario Monti am Donnerstag in Brüssel.
Seinen Angaben zufolge waren an der Aktion am Mittwoch 50 Mitarbeiter der EU sowie zahlreiche nationale Experten beteiligt.
Telekoms kooperierten brav mit den Behörden
In Deutschland halfen demnach Mitarbeiter des Bundeskartellamts
bei der Durchsuchung der vier deutschen Anbieter T-Mobile, D2
Vodafone, e-plus und VIAG Interkom. Es war eine der bisher
umfangreichsten Razzien der EU-Wettbewerbsbehörde. Welche und wie
viele Unterlagen beschlagnahmt wurden, konnte der Sprecher nicht
sagen.
EU lässt neun Telekoms durchsuchenVerdacht illegaler Preisabsprachen
Monti verdächtigt die Unternehmen in Deutschland und Großbritannien illegaler Preisabsprachen.
"Tatsache ist, dass die Preise dort höher sind als in anderen Ländern", sagte der Sprecher. Es seien zahlreiche Beschwerden bei der EU-Kommission eingegangen.
Dabei gehe es insbesondere um den Vorwurf, dass die Anbieter beim so genannten Auslandsroaming, also der Zusammenschaltung ihrer Netze beim grenzüberschreitenden Telefonieren, überhöhte Preise verrechneten.
