Strahlenangst kann teuer werden
Der zunehmende Widerstand von Bürgerinitiativen gegen Sendeanlagen für die neuen UMTS-Mobilfunknetze kostet die Netzbetreiber nach Angaben der "Wirtschaftswoche" zusätzliche Milliarden.
Angst haben kann demnach ziemlich teuer werden: Den Mobilfunkfirmen wird auf lange Sicht nichts anderes übrig bleiben, als die Mehrkosten an ihre Kunden weiterzugeben - also auch an die ängstlichen.
Die deustchen Mobilfunkanbieter hatten am Montag den Kommunen ein Mitentscheidungrecht bei der Entscheidung über neue Standorte zugesichert. Die Städte und Gemeinden werden künftig von den sechs künftigen UMTS-Netzbetreibern - E-Plus, Group 3G, Vodafone, MobilCom, T-Mobil und VIAG Interkom - über Planungsvorhaben informiert und beim Bau neuer Sendeanlagen eingebunden. Mit einer Informationsoffensive wollen die Netzbetreiber zudem die Akzeptanz bei den Bürgern in den rund 13.500 Städten und Gemeinden und den 440 kreisfreien Städten und Landkreisen verbessern.
Ein "Vorsorgepaket" gegen HandystrahlungWiderstand wächst
Auf Grund schärferer Auflagen und Zeitverzögerungen kämen auf jeden Anbieter in Deutschland Mehrkosten von rund einer Milliarde DM [gut 511 Mio. Euro] zu, berichtete das Magazin unter Berufung auf eine Schätzung des Münchner Anbieters VIAG Interkom aus dem Konzern von British Telecom.
Dem Blatt zufolge nimmt vor allem in Bayern der Widerstand gegen die neuen Sendeanlagen zu. Derzeit wehrten sich dort bereits 600 Bürgerinitiativen gegen die rund tausend neuen Standorte mit insgesamt 4.500 Antennen.
