"Open Source"-Roman im Netz
Der amerikanische Medienkritiker und Autor Douglas Rushkoff will mit "Exit Strategy" das literarische Pendant zur Open-Source-Software schaffen.
Wer jetzt glaubt, ganze Kapitel löschen oder manipulieren zu können, liegt falsch. Rushkoff gibt den Lesern Fußnoten. Diese dürfen nach Herzenslust und zu jedem beliebigen Wort gesetzt und kommentiert werden.
Zurück in die Zukunft
"Exit Strategy", auf Ruhskoffs Buch "Bull" basierend, sei ein "in
der nahen Zukunft geschriebenes Skript, das online versteckt wurde
und 200 Jahre später wieder entdeckt wird". Der Leser müsse sich nun
als Anthropologe versuchen und der Gesellschaft des 23. Jahrhundert
die Begriffe von heute erklären. "Sogar die Bedeutung von Kondomen
muss erklärt werden", erläutert Rushkoff.
Exit StrategySpreu vom Weizen trennen
Das erste Kapitel mit zehn Seiten ist auf "Yahoo! Internet Life" zu betrachten, Folgekapitel werden plangemäß im Wochentakt erscheinen.
Im September soll der "fertige" Open-Source-Roman als E- oder Print-Buch zum Gratis-Download oder Kauf angeboten werden.
Jedoch nicht mit allen Fußnoten. Ein Diskussionsforum pro Kapitel soll die Spreu vom Weizen trennen helfen, die besten Autoren werden mit einer signierten Ausgabe des Gesamtwerks beschenkt und dürfen dann an einer "Buch-Party" in New York teilnehmen.
