Online-Supermarkt Webvan liefert nicht mehr
Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende US-Online-Lebensmittelmarkt Webvan hat seine Geschäftstätigkeit eingestellt.
Nachdem am Wochenende lokale Nachrichtenprogramme in San Francisco bereits über ein bevorstehendes Ende des Unternehmens berichtet hatten, beantragte die Firma im kalifornischen Foster City am Montag Gläubigerschutz.
Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen bot bisher die Online-Bestellung und Lieferung von Nahrungsmitteln bis an die Haustür an. Die Arbeitsverhältnisse der etwa 2.000 Angestellten werden nach Firmenangaben beendet.
Webvan hat nach eigenen Angaben keine Pläne, das Geschäft wieder aufzunehmen. Alle Aktivitäten sollten abgewickelt werden. Die Firma geht davon aus, dass ihre Aktie vom Handel ausgeschlossen wird.
WebVan [down]Eine Milliarde USD für Webvan
Das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen gehörte zu den am besten finanzierten Dot.coms. Etwa eine Milliarde USD hatten Investoren und Aktionäre Webvan zur Verfügung gestellt.
Dem Online-Lebensmittelmarkt war es aber in den vergangenen Jahren nicht gelungen, sein Service über Kalifornien hinaus in den gesamten USA anzubieten. Zuletzt hatte die Firma ihre Kunden sogar aufgefordert, größere Bestellungen aufzugeben. Seit Sonntagabend sind die Serviceeinrichtungen von Webvan nicht mehr zu erreichen.
Obwohl Webvan einen festen Kundenstamm aufbauen konnte, schaffte es das Unternehmen nicht, den Lebensmitteleinkauf wie beabsichtigt zu revolutionieren. Starke Konkurrenz der herkömmlichen Lebensmittelgeschäfte und höhere Betriebskosten als geplant machten der Internet-Firma zu schaffen.
