Ansturm auf Infomatec-Versteigerung
Trotz Bade-Samstag stürmten rund 1.000 Besucher die Versteigerung nach dem Konkurs der Infomatec, über 700 lösten eine Bieterkarte.
Unter den Hammer kam die gesamte Büro- und EDV-Ausrüstung des Unternehmens, von PDAs bis Storage-Systemen, von PCs bis Flipcharts und Büromöbel, darunter etliche Gusto-Stücke.
Insbesondere Ausrüstung für den Heimgebrauch erzielte ungewöhnlich hohe Preise, die fallweise an die Neupreise heranreichten.
Irrsinnspreise
Selbst Pentium-75-PCs fanden Liebhaber, die heißesten
Gebotsschlachten lösten Notebooks aller Art aus. Handys erzielten
durchschnittlich 1.200 Schilling, 17-Zoll-Monitore 2.000 Schilling.
Infomatec ist insolventLaunige Sprüche des Auktionators
Router und Switches gingen großteils nur zu Schleuderpreisen weg, Raid-Systeme und Jukeboxen waren teils auch zum Rufpreis nicht vermittelbar, die freien Gebote lagen bis zu 80 Prozent darunter und wurden nicht angenommen.
Kuriose Situationen ergaben sich dadurch, dass viele Bieter wenig Erfahrung mit Versteigerungen hatten. Verbunden mit launigen Sprüchen des Auktionator Profis des Veranstalters Karner kam phasenweise Volksfest-Stimmung auf.
"Alles nur geleast"
Laut Veranstalter zeigte die Dot.com- Pleitewelle bisher keine
Auswirkungen auf das Versteigerungs-Geschäft, da die meisten
Betroffenen mit erheblich weniger Ausrüstung arbeiten, die zudem
meist geleast sei.
Der Versteigerer Karner & Co.
