BBC plant Online-Gebühren
Aufgrund steigender Kosten hat die britische Sendeanstalt BBC die Einführung von Online-Gebühren für ihre Serviceleistungen im Web geplant. Laut Finanzbericht kostete der Internetdienst seit Mitte vergangenen Jahres dem Unternehmen insgesamt rund 86,8 Mio. Euro.
Der Chef von BBC New Media, Ashley Highfield, möchte künftig konzerneigene TV- und Radio-Sendungen nach ihrer Ausstrahlung als Streams ins Internet stellen. Dies erklärte er in einem Interview mit der Londoner "Financial Times". Die Kosten dafür könnten allerdings nicht allein durch die Rundfunkgebühren gedeckt werden, räumt Highfield ein.
Streaming und Download von Sendungen
Deshalb erwägt er, das Streaming oder den Download von
BBC-Sendungen gegen Gebühren anzubieten. Der Online-Chef wies
außerdem darauf hin, dass die Hälfte der zehn Mio. Nutzer des BBC
Online-Angebots schließlich nicht von Großbritannien aus darauf
zugreifen, somit also keine Rundfunkgebühren zahlen.
BBC News OnlineKritik der Internetindustrie
Die kommerziellen Bestrebungen stoßen allerdings auf die Kritik der Internet-Industrie: Die Organisation "British Internet Publisher Alliance", zeigte sich empört darüber, dass die BBC mit diesem Vorhaben immer weniger die Grundsätze einer nicht-kommerziellen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt achte.
