Hitachi reduziert Chip-Produktion
Der japanische Elektronikkonzern Hitachi hat analog zu mehreren Mitbewerbern eine deutliche Reduzierung seiner Halbleiterproduktion angekündigt.
Die Produktion von Chips für Mobiltelefone in einem japanischen Werk werde vollständig ausgesetzt und der Ausstoß in einer deutschen und einer weiteren japanischen Fabrik verringert, sagte Hitachi-Sprecher Masanao Sato heute in Tokio.
Forecast zu hoch angesetzt
Der Ausstoß an Halbleitern für Handy-Chipkarten werde um 40 Prozent niedriger als geplant sein. Ursprünglich hatte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr eine Produktion von 22 Millionen Einheiten angepeilt.
Handychip-Werk erst im Jänner eröffnet
Das Handychip-Werk, dessen Produktion ausgesetzt werden soll, war erst im vergangenen Jänner eröffnet worden. Ursprünglich sollte die Zahl der dortigen Arbeitsplätze bis Jahresende auf 100 erhöht werden. Zudem sollte der Standort in den kommenden fünf Jahren mit Investitionen von 100 Mrd. Yen [13,01 Mrd. ATS] zu einer zentralen Produktionsstätte ausgebaut werden.
Die Hitachi-Aktien verloren im Tokioter Handel 3,47 Prozent auf 1.140 Yen.
