05.07.2001

METHODIK

Bildquelle: waldt

Werbe-E-Mail-Versendern dämmert es

Auch dem Deutschen Direktmarketing-Verband [DDV] dämmert, dass "Werbung per E-Mail die potenziellen Kunden viel schneller und nachhaltiger verärgert als Werbebriefe per Post".

"Die Internet-Nutzer fühlen sich bedrängt und zugeschüttet", sagte Heinz Fischer, Ehrenpräsident des DDV, zu Beginn der 2. Deutschen Mailingtage in Nürnberg.

Deshalb fordere das Versenden von elektronischen Mailings insbesondere bei Neukunden "sehr viel Fingerspitzengefühl" von den Werbetreibenden.

Pflegemittel

Zur Kundenpflege ist "die E-Mail" laut Fischer dagegen viel effektiver als das klassische Mailing per Post:

"Entscheidend ist, ob ein Kunde interessiert ist: Der Erfolg einer E-Mail basiert in allererster Linie darauf, ob derjenige, der sie bekommt, sie auch will", erläuterte Fischer.

Ob Fischer allerdings mit dem Medium wirklich vertraut ist, bleibt zweifelhaft: Gerade die E-Mail "erfordere wesentlich mehr Zeit", bis der Nutzer überhaupt wisse, worum es geht. "Er muss anklicken, lesen - und merkt vielleicht erst auf der dritten Seite, dass er das gar nicht möchte."

Opt-out

Inzwischen baut der DDV nach eigenen Angaben eine Online-Datei auf, in der sich Nutzer registrieren lassen und vor der Weitergabe ihrer Internet-Adresse zu Werbezwecken schützen könnten.