Rückruf kostet Sony 188 Millionen Euro
Sony wird nach einem Zeitungsbericht für den Rückruf von Mobiltelefonen etwa 20 Milliarden Yen [188 Mio. Euro] ausgeben müssen.
Sony werde diesen Betrag im laufenden Quartal als Verlust abbuchen, berichtete die Finanzzeitung "Nihon Keizai Shimbun" in ihrer Donnerstag-Ausgabe. Es werde für Sony deswegen schwierig sein, im Geschäftsjahr zum 31. März 2001 das Gewinnziel von 150 Milliarden Yen zu erreichen.
Ein Sony-Sprecher sagte zum Zeitungsbericht lediglich, man habe die Gesamtkosten der Rückrufaktionen noch nicht ausgerechnet.
Nicht der erste Rückruf
Sony rief wegen defekter Batterien in dieser Woche 560.000
Mobiltelefone zurück, die sie an den Mobilfunkanbieter KDDI Corp
geliefert hatte. Bereits im Mai hatte Sony 420.000 von NTT DoMoCo
verkaufte Mobiltelefone wegen eines Software-Problems zurückgerufen.
Sony werde außerdem 126.000 andere Modelle von KDDI und 500.000 bis
800.000 Mobiltelefone aus dem DoCoMo-Lagerbestand zurücknehmen
müssen, hieß es im Bericht weiter.
560.000 defekte Sony-HandysDie Sony-Aktie schloss am Donnerstag an der Tokioter Börse um 2,69 Prozent tiefer auf 7.590 Yen. Bereits am Mittwoch war der Kurs um 2,26 Prozent gesunken.
