04.07.2001

NEUVERTEILUNG

Bildquelle: PhotoDisc

Microsoft, AOL und IBM ganz vorne

War Anfang 2000 für die meisten Analysten noch sonnenklar, dass die IT-Branche althergebrachte Unternehmen aus der "Old Economy" überholen würde, sieht die Bilanz heute ganz anders aus.

Das US-Wirtschaftsmagazin "BusinessWeek" hat die Liste der weltweit 1.000 größten Unternehmen veröffentlicht - gemessen an ihrer Börsenkapitalisierung, also dem Wert aller Aktien.

Wie auch im Vorjahr bleibt ein Mammutunternehmen behäbig an der Spitze: General Electric. Die meisten IT-Aufsteiger sind jedoch wieder um Dutzende Plätze zurückgefallen.

US-Unternehmen führen

AOL ist freilich erst durch die Fusion mit Time Warner in derartige Market-Value-Höhen vorgestoßen.

Nicht-US-Unternehmen rangieren etwas abgeschlagen. Größtes IT- bzw. Telekom-Unternehmen ist hierbei die japanische NTT DoCoMo, die 193 Milliarden USD an Börsenkapitalisierung und einen elften Platz vorzuweisen hat. Die britische Vodafone Group steht mit 175 Milliarden USD auf Platz 14.

Cisco nun doch nicht Nummer eins

Cisco Systems, Börsenliebling und Highflyer des Vorjahres, findet sich nach dem Kampf um die Spitze auf Platz 19 wieder. CEO John T. Chambers hatte im Jahr 2000 noch erklärt, demnächst die 1.000-Milliarden-USD-Grenze in Angriff nehmen zu wollen. Derzeit beträgt die Börsenkapitalisierung ein Siebentel davon, nämlich 140 Milliarden USD. Zum Vergleich: Der Wert der General-Electric-Aktien beträgt 487 Milliarden USD [7,89 Billionen ATS].

Der tiefe Fall von Lucent Technologies

Den tiefsten Fall musste der Telekom-Ausrüster Lucent Technologies hinnehmen. Das Unternehmen landete nach einer Reihe von Gewinnwarnungen auf Platz 182 und einer Kapitalisierung von 27 Milliarden USD. Im Vorjahr fand sich Lucent noch auf Platz 17.

Die Börsenkapitalisierung beziffert zwar den Wert der Aktien, sagt aber noch nichts über Umsatz und Gewinn aus.

Hier ist Exxon Mobil klar vorne: mit einem Umsatz von 232,75 Milliarden USD [3,77 Billionen ATS] und einem Gewinn von 15,99 Milliarden USD hängt der Behemoth andere Unternehmen locker ab.