04.07.2001

SFB 588

Bildquelle: FuZo

Deutscher Android in Arbeit

Seit 1. Juli 2001 gibt es einen neuen Sonderforschungsbereich [SFB] in der deutschen Wissenschaft.

Der an der Universität Karlsruhe [TH] eingerichtete SFB 588 "Humanoide Roboter - Lernende und kooperierende multimodale Roboter" soll helfen, Konzepte, Methoden und Komponenten für einen humanoiden Roboter zu entwickeln.

Sensorkopf und Zweiarmsystem

Aus einem mobilen Zweiarmsystem mit fünffingrigen Händen, einem flexiblen Torso sowie einem Sensorkopf mit visuellen und akustischen Sensoren soll ein "humanoides" Robotersystem entwickelt werden.

Außerdem soll das Bewegungssystem und damit das Verhalten des Roboters auf menschenähnliche Bewegungen zugeschnitten werden.

Daneben spielt Multimodalität eine wichtige Rolle: Die für den Menschen intuitiven Kommunikationskanäle wie Sprache, Gestik und Haptik [physischer Kontakt Mensch - Roboter] sollen für die direkte Kommandierung oder Belehrung des Robotersystems genutzt werden.

Menschliche Absicht erkennen

Bei der Kooperation zwischen Mensch und Roboter - zum Beispiel bei der gemeinsamen Manipulation von Gegenständen - soll es für den Roboter möglich werden, die menschliche Absicht zu erkennen, sich an bereits gemeinsam durchgeführte Handlungen zu erinnern und dieses Wissen im Einzelfall korrekt anzuwenden.

Entscheidend für diese Interaktion ist die Komplexität der Lernfähigkeit des Systems.

Neue Begriffe und Gegenstände, sogar neue Bewegungen sollen mit Hilfe des Menschen vom System erlernbar und vom Benutzer interaktiv korrigiert werden.