03.07.2001

OPEN END

Libro-Gläubigerbeirat tagt

Am Nachmittag begann im Libro-Hauptquartier eine erste Sitzung des Gläubigerbeirates der börsennotierten Buch- und Medienhandelskette, die am vorigen Freitag mit einem vorläufigen Schuldenstand von 4,17 Mrd. ATS Ausgleich anmelden musste.

Der vom Landesgericht Wiener Neustadt zum Libro-Ausgleichsverwalter bestellte Günther Viehböck hatte gestern betont, Hauptziel des Ausgleichsverfahrens sei die Unterstützung der Sanierung des Unternehmens. Es seien jedoch "schmerzhafte Sanierungsschritte" erforderlich.

Gläubigerbanken schießen 300 Mio. ATS zu

Dem noch Ende voriger Woche installierten Gläubigerbeirat gehören wie berichtet neben den Gläubigerschutzverbänden KSV und Alpenländischer Kreditorenverband [AKV], der Insolvenzschutzverband für Arbeitnehmer, die großen Financiers [Bank Austria, RZB] und und die Prisma Kreditversicherung an.

Die neun Gläubigerbanken haben zugesagt, als Sofortmaßnahme 300 Millionen ATS zur Überbrückung zuzuschießen.

Diese Woche wird mit Spannung den Interessenbekundungen von Verlagen an Libro entgegengeblickt.