Libro-Gläubigerbeirat tagt
Am Nachmittag begann im Libro-Hauptquartier eine erste Sitzung des Gläubigerbeirates der börsennotierten Buch- und Medienhandelskette, die am vorigen Freitag mit einem vorläufigen Schuldenstand von 4,17 Mrd. ATS Ausgleich anmelden musste.
Der vom Landesgericht Wiener Neustadt zum Libro-Ausgleichsverwalter bestellte Günther Viehböck hatte gestern betont, Hauptziel des Ausgleichsverfahrens sei die Unterstützung der Sanierung des Unternehmens. Es seien jedoch "schmerzhafte Sanierungsschritte" erforderlich.
Überschuldung beträgt 2,7 Milliarden ATS
Den Passiva von 4,17 Mrd. ATS stehen Aktiva von 1,426 Mrd. ATS
gegenüber. Die rechnerische Überschuldung betrug nach ersten
vorliegenden - aber noch ungeprüften - Zahlen 2,7 Mrd. ATS.
LibroGläubigerbanken schießen 300 Mio. ATS zu
Dem noch Ende voriger Woche installierten Gläubigerbeirat gehören wie berichtet neben den Gläubigerschutzverbänden KSV und Alpenländischer Kreditorenverband [AKV], der Insolvenzschutzverband für Arbeitnehmer, die großen Financiers [Bank Austria, RZB] und und die Prisma Kreditversicherung an.
Die neun Gläubigerbanken haben zugesagt, als Sofortmaßnahme 300 Millionen ATS zur Überbrückung zuzuschießen.
Diese Woche wird mit Spannung den Interessenbekundungen von Verlagen an Libro entgegengeblickt.
