Infineon holt sich frisches Kapital
Der angeschlagene Chip-Hersteller Infineon will bis zu 60 Millionen neue Aktien ausgeben.
Damit solle das Kapital um bis zu 1,7 Milliarden Euro erhöht werden, teilte das Unternehmen heute in München mit.
Der Anteil der Mutterfirma Siemens an Infineon werde durch die Aktion von derzeit 56 auf 51 Prozent fallen. Mit dem Geld sollen den Angaben zufolge neue Investitionen getätigt werden.
Bürgschaft für Infineon
Bei den geplanten Investitionen kann der Chip-Hersteller nach
Angaben der "Bild"-Zeitung auch auf Hilfe der deutschen Regierung
setzen. Berlin werde den Bau eines neuen Infineon-Halbleiterwerkes
in Dresden mit einer Bürgschaft ìn der Höhe von 204,5 Millionen Euro
unterstützen, berichtete das Blatt unter Berufung auf eine
Regierungsvorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages.
InfineonDRAM-Werk in Dresden
In Dresden will Infineon DRAM-Speicherbausteine herstellen. Als Gesamtkosten für das Projekt sind den Angaben zufolge etwa eine halbe Milliarde Euro veranschlagt.
Mit dem Bau des Werkes soll Infineon gegenüber Mitkonkurrenten auf dem Weltmarkt einen zeitlichen Vorsprung von mehr als einem Jahr erhalten.
Verluste im laufenden Geschäftsjahr
Infineon steckt derzeit tief in der Krise. Wegen der schlechten Lage auf den High-Tech-Märkten befürchtet das Unternehmen im Ende September zu Ende gehenden Geschäftsjahr einen Verlust.
