01.07.2001

POP

Bildquelle: FuZo

Avatare für alle

Mit breiter Schulter und gepflegten Händen präsentiert der digitale Sprecher J.P. Partourt seit vergangener Woche die Finanznachrichten des Wirtschaftsportals www.vwd.de im Viertel-Stunden-Takt.

Der Nachrichtenmann gehört zu der Spezies der Avatare, die das Netz lebendiger und serviceorientierter gestalten sollen.

Höhere Klickraten

Die virtuellen Wesen würden als zusätzliches Marketinginstrument eingesetzt, sagt Kai Bühler, Vorstandsvorsitzender der Kölner Firma plan_b media, die auch den vwd-Nachrichtensprecher und "Baby Fred" kreierte.

"Kunden werden dadurch emotional angesprochen", sagte Bühler.

Laut Bühler hätte manche Webseite durch den Einsatz der virtuellen Helfer ihre Klickraten enorm erhöht.

Lara Croft in der Wäscheabteilung

Das Internet wird aber nicht die einzige Domäne der virtuellen 3-D-Wesen bleiben, glaubt Alexandra Fuzinski, Geschäftsführerin der Kölner v*sta new media.

Populärstes Beispiel ist die Kunstfigur Lara Croft, die als moderne Amazone in dem Computerspiel "Tomb Raider" Berühmtheit erlangte. Und einen eigenen Film bekam.

So seien auch Avatare in einer Fernsehshow einsetzbar und könnten nach der Sendung den Zuschauern weitere Fragen auf der Webseite beantworten. Fuzinski geht davon aus, Avatare in Zukunft als Verkäufer im Kaufhaus oder als Sympathieträger auf Verpackungen zu sehen.