01.07.2001

ENTLOHNUNG

Bildquelle: fuzo

Generelle Gehaltskürzung bei HP

Hewlett Packard erwartet, dass seine weltweit rund 88.500 Mitarbeiter in den Monaten Juli bis Oktober eine Gehaltskürzung um zehn Prozent akzeptieren. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Wirtschaftswoche".

Die deutsche Unternehmenssprecherin Jeannette Weißschuh bestätigte der Zeitschrift: "Wahlweise können die Mitarbeiter auch auf Urlaubstage verzichten". Der Gehaltsverzicht sei zwar freiwillig, gelte aber auch für die rund 6.000 Mitarbeiter in Deutschland.

"Bis zum 12. Juli können sich die deutschen Mitarbeiter von HP entscheiden, ob sie mitmachen oder nicht", sagte Weißschuh. Es werde niemand gezwungen am Gehaltsverzicht teilzunehmen.

"Freiwillig"

Mit der Freiwilligkeit will HP einem Konflikt mit dem Betriebsrat ausweichen. "Wir hoffen, dass möglichst viele Mitarbeiter an dem Gehaltsverzicht teilnehmen" sagte Weißschuh. Das Unternehmen wolle durch diese Aktion auch vermeiden, dass betriebsbedingte Kündigungen notwendig würden.

Gewinnrückgang von 66 Prozent

HP hatte Mitte Mai für das Zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinnrückgang von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf nur noch 319 Millionen US-Dollar [376 Mio. Euro] vermeldet. Der Umsatz fiel um vier Prozent auf 11,6 Milliarden US-Dollar.

"Weiterführenden Sparmaßnahmen bis in die Organisation und in die Prozesse hinein sind bereits angekündigt", betonte die Sprecherin. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass es zu einem Stellenabbau komme.