Ditz erwartet Turn-around für 2002
"In eineinhalb Jahren müsste der Turn-around der Telekom Austria [TA] geschafft sein", sagte ÖIAG-Vorstandssprecher Johannes Ditz am Freitag im Klub der Wirtschaftspublizisten.
Erst dann wäre über einen weiteren Privatisierungsschritt nachzudenken. Falls die TA diese Ziele erreiche, könne der aktuelle Schuldenstand der ÖIAG von 28 Mrd. ATS [nach Austria-Tabak-Verkauf] auf null gesenkt werden.
Für das Jahr 2001 hofft Ditz, dass die TA erstmals eine Dividende ausschütten werde, falls das "exzellente Ergebnis" des 1. Quartals 2001 fortgeführt werden könnte.
Nachhaltiger Anstieg des Börsenkurses als Voraussetzung
Als eine Voraussetzung für die weitere TA-Privatisierung nannte
Ditz, dass der Börsenkurs von derzeit rund sieben Euro nachhaltig
über den Ausgabekurs von neun Euro steigen müsse. Alle
Analystenprognosen gingen jedoch davon aus, dass der gesamte
Telekom-Sektor wegen der hohen Finanzierungsaufwendungen in die neue
Mobilfunktechnik UMTS "ambivalent" sein werde. Es wäre unsinnig,
"ohne eine klare Sichtbarmachung eines echten Turn-arounds bei der
TA" dort weitere Anteile zu verkaufen. Das wäre ein Verkauf unter
dem Wert.
Sundt über Kursverlauf "nicht glücklich"
Ditz legt Aufsichtsratsmandat zurückKeine Aufstockung des TI-Anteils
Ob die nächste TA-Privatisierung über die Börse oder einen strategischen Investor erfolgen solle, darauf wollte sich Ditz heute nicht festlegen.
Er habe jedenfalls kein Interesse, dass der Beteiligungspartner Telecom Italia [29,8 Prozent] seinen Anteil an der TA aufstocke. Es existiere ein Abkommen für eine Zusammenarbeit unter den bestehenden Rahmenbedingungen.
