28.06.2001

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Bildquelle: fuzo

Entlassungswelle in der IT-Branche

Nokia Networks, die Netzwerk-Sparte des global tätigen finnischen Telekomausrüsters Nokia, will weltweit 900 bis 1.000 Arbeitsplätze abbauen.

Ziel sei es, die Effizienz des Unternehmens zu verbessern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und das Unternehmen dem gegenwärtigen Geschäftsumfeld anzupassen, teilte Nokia am Donnerstag mit. Nokia Networks beschäftigt weltweit rund 23.000 Mitarbeiter.

Nun sollen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. Das Unternehmen plant, den Arbeitsplatzabbau bis Ende des Jahres größtenteils abgeschlossen zu haben.

Nasdaq streicht Zehntel der Stellen

Die Nasdaq, der zweitgrößte Wertpapiermarkt der Welt, will 140 Stellen oder rund zehn Prozent der Gesamtbelegschaft entlassen.

Die Nasdaq begründete die Entlassungen mit der Krise in der Hochtechnologie und der geringeren Zahl von Börsengängen. "Die Nasdaq ist nicht gegen Veränderungen der Marktkonditionen immun", erklärte Börsenchef Wick Simmons.

Die Nasdaq baut damit zum ersten Mal seit dem Börsencrash von 1987 Stellen ab.

Lucent streicht weitere Stellen

Der angeschlagene US-Telekom-Ausrüster Lucent will nach Angaben aus Kreisen weitere Stellen streichen.

Nach dem Abschluss des Programms über frühzeitige Pensionierungen werde es sicherlich zu einem weiteren Stellenabbau kommen, hieß es am Mittwoch aus unternehmensnahen Kreisen.

Dabei könne es sich um einige tausend Arbeitsplätze handeln, hieß es an anderer Stelle.

10.000 Alcatel-Jobs wackeln

Der französische Telekom-Ausrüster Alcatel steht vor einem kompletten Konzernumbau und will bis Ende kommenden Jahres den größten Teil seiner Produktionsstätten abstoßen.

10.000 bis 12.000 Beschäftigte seien davon betroffen, erklärte ein Konzernsprecher Mittwochabend. Das sei ein Zehntel der Beschäftigten, die nach der Trennung und dem Börsengang von Unternehmensteilen bei derzeit 110.000 lägen, nach rund 131.000 Ende 2000.